| Arnd Gatermann
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Tipps zur |
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| Digitalfotografie |
| Kamera Die besten Fotos macht man, wenn man die Kamera dabei hat! Daher sollte sie klein sein und möglichst in die Hosentasche passen. Wichtig ist auch, dass man immer einen geladenen Ersatzakku mitnimmt, denn der Akku in der Kamera ist immer genau dann leer, wenn man ein Foto machen will. Die Bedienungsanleitung der Kamera sollte man komplett durcharbeiten und dabei die Funktionen Punkt für Punkt praktisch ausprobieren. Weil das wegen der Komplexität der Kamerasysteme keiner am Stück schaffen kann, sollte man irgendwann einfach zum Bilder-Knipsen übergehen und sich an den Ergebnissen erfreuen. Dann nach zwei Wochen weiterlesen und danach nochmal nach drei Monaten nachlesen und herausfinden, welche Knöpfe und Funktionen man bisher noch nie benutzt hat, obwohl man sie eigentlich mitgekauft hat. Die Installation der Kamerasoftware muss man unbedingt so vornehmen, wie sie in der Installationsanleitung beschrieben ist. Wenn dort steht: Erst Computer einschalten, dann die Software von der CD installieren, dann Computer neu starten und danach erst die Kamera anschließen, dann macht man das besser genau so und nicht anders. ![]() ![]() |
Bildgrößen Digitalkameras haben verschieden einstellbare Bildgrößen. Die Bildauflösung bleibt mit 72 dpi immer gleich und entspricht der Auflösung des Computerbildschirms. Eigentlich heißt es bei Kameras und bei der Bildbearbeitung am Computer "ppi" (pixel per inch, also quadratische Bildpunkte pro Inch) und bei der Druckausgabe dpi (dots per inch, also Farbtröpfchen bzw. Rasterpunkte pro Inch). Weil das kaum jemand auseinander halten kann, sagt man allgemein "dpi". Die Bildschirmauflösung kann auch 96 dpi betragen, dies ist hier aber unerheblich. Die wichtigsten Bildgrößen sind 1024x768 Pixel (XGA-Format mit knapp 0,8 Megapixeln) und 2048x1536 mit 3,1 Megapixeln. 1024x768 ist das Speicherplatz-sparende Format für die Alltagsfotografie und für den Urlaub. Es wird auf einem Laptop-Bildschirm mit 14" formatfüllend abgebildet, bei größeren Bildschirmen entsteht ein breiter, schwarzer Rand. Das Format kann bis ca. 13x18 cm in hoher Qualität ausgedruckt oder vom Labor belichtet werden. Mit leichten Qualitätseinbußen ist auch ein Ausdruck in DIN A4 möglich. ![]() |
2048x1536 (oder größer) wird auf 19"-Monitoren formatfüllend abgebildet und kann in hoher Qualität bis zu einer Größe ausgedruckt werden, die zwischen A4 und A3 liegt. 640x480 sollte man nie benutzen. Wenn man diese Größe für E-Mail oder eine Internetseite braucht, sollte man große Bilder mit einem Bildbearbeitungsprogramm herunterrechnen. Ein kleines Foto kann dagegen nicht größer gerechnet werden. Bildqualität Digitalkameras speichern Bilder komprimiert im "jpg"-Format ab, sonst wäre ein Bild rund 9 MB groß. Die Stärke der Komprimierung kann man wählen, so z.B. als Niedrig, Normal oder Hoch. Ein Bild mit 2048x1536 Pixeln und 9 MB wird bei "Normal" auf etwa 0,6 MB komprimiert. Die dadurch entstehende Qualitätseinbuße ist kaum sichtbar. Nur bei Motiven mit filigranen Linien oder starken Kontrasten an Kanten sollte man "Hoch" wählen. "Niedrig" sollte man nie benutzen, da an Linien oder Kanten durch ![]() ![]() |

| die
starke Komprimierung sichtbare "Schlieren"
entstehen. Der Unterschied zwischen einem unkomprimierten "tiff"-Format, das Kameras meist auch abspeichern können, und einem "jpg" in der Qualität "Hoch" ist praktisch nicht zu erkennen. Wieviele Bilder eine Speicherkarte in welcher Größe und Komprimierungsqualität aufnehmen kann, rechnet einem die Kamera automatisch aus, wenn man an den entsprechenden Einstellknöpfen spielt. Lichtempfindlichkeit DIN/ASA Eine Filmenpfindlichkeit wie bei der Kleinbildfotografie gibt es bei der Digitalfotografie praktisch nicht. Digitalkameras sind von Natur aus sehr lichtstark. Es lohnt, mit ruhiger Hand oder Stativ Aufnahmen bei wenig Licht zu machen, sofern sich die Objekte nicht bewegen. Hilfreich ist bei Freihandfotos "BSS" Best-Single-Shot. Die Kamera macht dann mehrere Aufnahmen hintereinander und speichert nur das Foto, das am wenigsten verwackelt ist. Zu dunkle Fotos sollte man nicht löschen, man kann sie später mit dem Bildbearbeitungsprogramm nachträglich aufhellen. In Analogie zur Kleinbildfotografie ist bei Digitalkameras im Menue oder der Bedienungsanleitung auch von ASA die Rede. Man tut so, als hätte der Foto-Sensor 100 ASA, damit´s der ehemalige ![]() |
Kleinbildfotograf
versteht. Wenn von 400 ASA die Rede ist, wird´s
kritisch. Diese hohe Lichtempfindlichkeit erzeugt beim Kleinbildfilm
Grobkörnigkeit, in der Digitalfotografie erzeugt sie
"Bildrauschen", was einer starken Grobkörnigkeit entspricht.
Hier wird
nur Filmempfindlichkeit hochgerechnet. Man sollte daher nicht gezielt
400 ASA wählen, falls dies möglich ist, da man effektiv keine
höhere Lichtempfindlichkeit erhält. Besser ist es, bei
schwachem Licht die Normaleinstellung von 100 ASA zu belassen und die
längere Belichtungszeit durch ruhige Hand, BSS oder Stativ
auzugleichen. Digital-Tele-Zoom Man sollte nur den optischen Zoom-Bereich benutzen, keinesfalls aber den Digital-Zoom-Bereich, da dieser die Nähe zum Objekt nur rechnerisch vorgaukelt und meist zu starken Qualitätseinbußen führt. Lohnender ist es, den optischen Zoom bis zur Grenze auszunutzen und 2048x1536 sowie "Hoch" zu wählen. Später kann man dann mit dem Bildbearbeitungsprogramm den gewünschten Ausschnitt wählen und so auf Bildschirmgröße bringen. Bildbetrachtung Ausdrucke von Bildern auf dem heimischen Tintenstrahldrucker sind teuer. Für vernünftige Ausdrucke mit entsprechender ![]() |
Farbtiefe
braucht man mindestens
"Photo-Quality-Ink-Jet-Paper" (es muss nicht immer "Glossy-Paper"
sein). Die Kosten für´s Papier kann man nachvollziehen, die
Kosten für die Druckfarbe nicht! Eines ist sicher: es ist extrem
teuer, Digitalfotos auszudrucken. Man bringt sie besser auf Diskette
oder CD zum Fotohänlder und lässt sie sich auf klassischem
Fotopapier zum kalkulierbaren Preis ausbelichten. Die Farbbrillanz ist
viel höher als beim Tintenstrahler, der die Fotos ohnehin
oft nicht ganz streifenfrei druckt. Noch besser ist es, die Fotos gar nicht auszudrucken. Man kann sie viel besser am PC betrachten, sortieren und archivieren. Mit den Kameras mitgelieferte Super-Archivierungs-Diasortier-Diashow- Alleskönner-Programme haben oft folgende Nachteile: 1. Sie sind an dem Computer, an dem man gerade sitzt nicht installiert -z.B. im Büro. 2. Sie speichern eine Diashow in einer Textdatei mit Referenzangaben zum Speicherort der Bilder. Spart zwar Speicherplatz, funktioniert aber nur auf diesem einen Computer, weil auf einem anderen die Pfadangaben nicht mehr stimmen. 3. Sie speichern eine Diashow in einer programmeigenen "exe"- Datei, die aber sehr groß wird und Duplikate der Bilder enthält, die man ja eigentlich schon gespeichert hat. Diaschows mit Überblendungen, Bildtiteln und anderen Spielereien sollte man mit dem ![]() ![]() |

| (teuren) Programm
"Power-Point" erstellen. Dies ist
professioneller und etwas aufwendiger, dafür
aber
fast überall abspielbar. Noch einfacher ist es, gar keine aufwendigen Diashows zu erzeugen, sondern die Bilder in entsprechend benannten Ordnern im Windows-Explorer abzulegen. Mit dem kostenlosen Programm, das man unter www.irfanview.com* erhält, kann man die Bilder blitzschnell in Übersichten (Thumbnails) ansehen oder in voller Bildschirmgröße darstellen. Die Reihenfolge der Bilder zu ändern ist aber auch hier mit viel Mühe verbunden. Daher besser viele Ordner mit einer überschaubaren Anzahl von Bildern anlegen und die Ordner nach den entsprechenden Themen beschriften. Bildbearbeitungsprogramme Sie werden meistens mit der Kamera mitgeliefert und bieten oft viele Möglichkeit der nachträglichen Bildkorrektur. Besonders empfehlenswert ist das Programm "Photoshop LE", da es die vereinfachte Ausgabe eines weit verbreiteten Profi-Programms ist. ![]() |
Bildarchivierung Wenn es die Kamera ermöglicht, sollte man den Bildzähler immer weiter laufen lassen und nie auf Null zurückstellen. So vermeidet man, dass Bilder auf dem Computer beim Verschieben in andere Ordner versehentlich überschrieben werden, weil sie die gleiche Nummer haben. Wenn bereits Bilder mit gleichen Nummern existieren, sollte man an den Dateinamen ein "-A" oder ähnliches anhängen. Hilfreich hierbei ist die "Batch-Konvertierung" von "Irfan-View", die dieses automatisch erledigt. Sicherungskopien Dias verblassen, Papierbilder verstauben - und Digitalfotos gehen beim Computer-Crash verloren. Daher die Bilddateien zur Sicherheit in regelmäßigen Abständen 2x auf CD brennen. Zweimal deshalb, weil auch CD´s manchmal nicht so funktionieren, wie sie sollen. Noch besser für die Erstellung von Sicherungskopien eignen sich externe Festplatten mit USB-Anschuß, die immer preiswerter werden und viel Speicherplatz bieten. ![]() |
Tipps zum Programm IrfanView
Bilder betrachten, Bildübersichten erstellen, Bilder ausdrucken und vieles mehr kann man mit dem kostenlosen Programm IrfanView. Die wichtigsten Funktionen von IrfanView sind auf einer besonderen Seite zusammengefasst. nach oben ... ![]() ![]() |
